Denis und wie er die Welt sieht

Dennis und wie er die Welt sieht

Sich in unserer Welt „richtig“ zu verhalten ist nicht immer einfach. Was ist heutzutage schon normal? „Dennis und wie er die Welt sieht“ erzählt aus der Perspektive eines Autisten Geschichten vom kleinen Glück, von Freundschaften und vom Erwachsenwerden.

Von: Linda Hofmeier

Stand: 31.03.2016 |Bildnachweis

Dennis betrachtet das Wetter. | Bild: BR/Steffen Düvel

„Viele denken, ich sei ein ganz normaler Mensch. Erst wenn man länger mit mir spricht, merkt man, dass ich Sachen wiederhole oder über Sachen lache, über die kein anderer lacht, z. B. über die Feuerwehr, Gewitter oder Geräusche. Das ist die Sache, die ich habe.“

Dennis

Der 23-jährige Dennis hat eine Autismus-Spektrum-Störung, eine neurologische Entwicklungsstörung, die sich v. a. im sozialen Umgang mit Mitmenschen zeigt sowie im Wiederholen von Verhaltensweisen. Zusammen mit Alex und Christoph teilt er sich ein Stockwerk in einer Dreier-Autisten-WG in Schrobenhausen. Insgesamt 13 junge Autisten wohnen hier in der Bahnhofstraße. Dennis lebt dort, seit seine Mutter gestorben ist. Er ist der Sonnenschein der WG und auf den ersten Blick sehr offen. Im sozialen Umgang ist Dennis eingeschränkt und so kommt es manchmal zu (situationskomischen) Missverständnissen, woraus er im Laufe der Zeit lernt.

Die WG und das Zusammenleben mit seinen Begleitern der Regens-Wagner-Stiftung tun ihm gut. Freundschaften entstehen langsam sowie auch Vertrauen. Von diesem „Zuhause“ erzählt die Autorin Linda Hofmeier, von Wind und Wetter und dem Leben. Über ein halbes Jahr hat sie Dennis begleitet: u. a. beim WG-Leben und bei seiner Arbeit als Hausmeistergehilfe am Gymnasium Schrobenhausen, beim Cocktailtrinken und Fußballschauen mit seinen autistischen Freunden, bei seiner Oma und seinem guten Freund, dem Pizzabäcker Ernesto, beim Schwimmen und beim Wetterbeobachten. So nimmt Dennis die Zuschauer mit in seine ganz eigene Welt.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/stationen/dennis-und-wie-er-die-welt-sieht-100.html